Studium und Verfahren an einer Universität

Das Ziel der Webseite ist es, Informationen über Verfahren und das Studium an einer Universität oder Hochschule mit zukünftigen internationalen Studierenden zu teilen.

 

Ich bin aus Japan nach Deutschland gekommen, um an einer Universität in Deutschland zu studieren. Dabei gibt es verschiedene Schwierigkeiten – nicht nur im Studium, sondern auch bei den komplizierten Verfahren in Deutschland sowie im alltäglichen Leben, dessen Gegebenheiten sich von denen im jeweiligen Heimatland unterscheiden. Ich möchte diese Schritt für Schritt erklären.

 

Es gibt viele Universitäten und Hochschulen in Deutschland, aber ihre Verwaltungen unterscheiden sich erheblich voneinander. Einige Universitäten sind sehr hilfsbereit und beantworten jede Frage freundlich, während andere nur kurz antworten. Im Allgemeinen sind Universitäten in kleineren Städten oft freundlicher, da sie mehr internationale Studierende anziehen möchten. Allerdings sind ihre Webseiten häufig nicht gut strukturiert, und nützliche Informationen sind auf verschiedene Seiten verteilt. Deshalb ist es oft schwierig, diese Informationen schnell zu finden oder wichtige Informationen für das Studium nicht zu übersehen.

 

Heutzutage kann Künstliche Intelligenz (KI), wie ChatGPT oder Google KI, sehr hilfreich sein, um diese Informationen zu suchen oder zu finden.

Uni-Assist für die Bewerbung

Viele Universitäten in Deutschland verlangen eine Bewerbung über Uni-Assist, bevor man sich direkt bei der Universität bewirbt. Uni-Assist prüft die akademischen Qualifikationen für die Bewerbung an Hochschulen in Deutschland.

 

Für Universitäten ist es sehr kompliziert und schwierig zu beurteilen, ob internationale Bewerber aus Nicht-EU-Ländern gleichwertige akademische Qualifikationen wie in Deutschland erworben haben. Deshalb sollte man sich mindestens sechs Monate vor Beginn des Studiums über Uni-Assist bewerben.

 

In Ausnahmefällen akzeptieren einige Universitäten, insbesondere in kleineren Städten oder bei deutschsprachigen Studiengängen, auch direkte Bewerbungen, da die Zahl der Bewerber geringer ist. Es wird jedoch empfohlen, die jeweilige Webseite sorgfältig zu prüfen, um die erforderlichen Unterlagen festzustellen und diese so früh wie möglich zusammenzustellen.

Wohnung

In Deutschland herrscht derzeit ein erheblicher Wohnungsmangel, besonders in großen Städten. Das liegt unter anderem an der steigenden Zahl von Zuwanderern sowie daran, dass die Bevölkerung insgesamt wächst. Daher ist es heute schwierig, eine Wohnung zu mieten – insbesondere für internationale Studierende oder in Großstädten.

 

Ohne eine Wohnung ist es zudem unmöglich, sich anzumelden (Wohnsitzanmeldung), was jedoch notwendig ist, um eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen. Darüber hinaus sind die Mieten heutzutage sehr hoch.

 

Meiner Meinung nach ist es einfacher, in einer kleineren Stadt eine Wohnung zu finden. Auch die Mieten sind dort günstiger. Viele Universitäten bieten eine begrenzte Anzahl an Wohnheimplätzen an oder empfehlen private Wohnungen. Es wird empfohlen, bereits sechs Monate vor Studienbeginn mit der Wohnungssuche zu beginnen. In der Regel verlangt der Vermieter einen Nachweis über ein Sperrkonto für den Mietvertrag.

 

Heutzutage gibt es – je nach Fachbereich – viele Möglichkeiten für Remote-Arbeit. Deshalb kann es effizient sein, in einer kleineren Stadt zu wohnen und gleichzeitig für ein Unternehmen in einer anderen Stadt von zu Hause aus zu arbeiten.

Sperrkonto, Krankenversicherung und Sozialversicherungsnummer

Ein Studium in Deutschland erfordert ausreichende finanzielle Mittel. Studierende, insbesondere aus Nicht-EU-Ländern, müssen während ihres Studiums finanzielle Nachweise durch ein Sperrkonto sowie eine Krankenversicherung erbringen.

 

Ein Sperrkonto dient dazu, Geld für einen bestimmten Zeitraum (in der Regel ein Jahr oder länger) zu blockieren und erlaubt nur die Auszahlung eines festgelegten monatlichen Betrags. Sie müssen im Voraus ein Sperrkonto bei einem Anbieter in Deutschland eröffnen und eine festgelegte Summe oder mehr einzahlen. Dies ist normalerweise online möglich, zum Beispiel per internationaler Überweisung über Dienste wie Wise.

 

Wenn Sie unter 30 Jahre alt sind, können Sie eine gesetzliche Krankenversicherung abschließen. Andernfalls müssen Sie eine private Krankenversicherung wählen und dies der Universität als Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung nachweisen.

 

Zusätzlich ist es empfehlenswert, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

 

Gesetzlich Versicherte erhalten die Sozialversicherungsnummer automatisch nach der Anmeldung bei einer gesetzlichen Krankenkasse per Post.

 

Privat Versicherte erhalten ihre Sozialversicherungsnummer in der Regel erst bei der ersten Arbeitsaufnahme, da der Arbeitgeber sie anmeldet.

Einschreibung, Semesterbeitrag und Deutschlandticket

Nachdem Sie eine Zulassung zum Studium erhalten haben, sollten Sie die Einschreibung sowie die Zahlung des Semesterbeitrags innerhalb der vorgegebenen Frist nicht vergessen.

 

Die Einschreibung erfordert in der Regel den Nachweis einer deutschen Krankenversicherung sowie einen Finanzierungsnachweis, beispielsweise durch ein Sperrkonto. Zudem müssen Sie Ihre E-Mail-Adresse und Ihren Zugang zur digitalen Lernplattform der Universität aktivieren. Anschließend müssen Sie sich vor Beginn des Semesters für die Kurse des ersten Semesters anmelden.

 

Der Semesterbeitrag beinhaltet häufig das Deutschlandticket, mit dem Sie Busse und Züge in ganz Deutschland nutzen können. Für die Aktivierung ist in der Regel ein Smartphone erforderlich.

 

Genauer gesagt müssen Sie beim Mitführen des Semestertickets auch ein Ausweisdokument (z. B. einen Reisepass) dabeihaben. In der Praxis kann dies jedoch je nach Region oder Stadt unterschiedlich gehandhabt werden.

Wohnungsgeberbestätigung und Anmeldung beim Bürgerbüro

Für den Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis ist eine Meldebestätigung erforderlich, die vom Bürgerbüro bei der Anmeldung des Wohnsitzes ausgestellt wird.

 

Der Anmeldeprozess selbst ist einfach und erfordert lediglich eine Terminvereinbarung, einen Reisepass sowie eine Wohnungsgeberbestätigung, die vom Wohnungsgeber bzw. Vermieter ausgestellt wird. Das bedeutet, dass man so schnell wie möglich eine Wohnung finden muss, die für die Anmeldung beim Bürgerbüro geeignet ist.

 

In der Regel ist eine Unterkunft über Airbnb nicht ausreichend für die Anmeldung beim Bürgerbüro sowie für den Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis. Darüber hinaus wird für den Abschluss eines Mietvertrags normalerweise ein Sperrkonto verlangt.

 

Deshalb sollte man frühzeitig ein Sperrkonto eröffnen und eine Wohnung finden, um eine Wohnungsgeberbestätigung, die Meldebestätigung und anschließend die Aufenthaltserlaubnis möglichst schnell zu erhalten.

 

Zudem erhalten Sie nach der Anmeldung Ihres Wohnsitzes beim Bürgeramt automatisch eine Steuernummer per Post.

 

In Deutschland ist außerdem der Rundfunkbeitrag verpflichtend, daher sollten Sie nicht vergessen, ihn zu bezahlen.

Studentenvisum

Normalerweise müssen internationale Studierende aus Nicht-EU-Ländern ein Studentenvisum in ihrem Heimatland beantragen und erhalten, um nach Deutschland einreisen zu können. Danach müssen sie in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

 

Ausnahmsweise können Studierende aus bestimmten Ländern, wie den USA, Japan, Korea und Australien, ohne Visum nach Deutschland einreisen, sofern sie innerhalb von 90 Tagen eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

 

Es ist jedoch zu beachten, dass es sehr lange dauern kann, eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Besonders in großen Städten kann dies bis zu sechs Monate dauern. Wenn man ohne Visum nach Deutschland einreist, darf man als Student in Deutschland nicht arbeiten, solange man noch keine Aufenthaltserlaubnis erhalten hat.

 

Wenn Sie sofort in Deutschland arbeiten möchten, sollten Sie entweder bereits in Ihrem Heimatland ein Studentenvisum beantragen oder frühzeitig einen Termin bei der Ausländerbehörde in der Stadt vereinbaren, in der Sie wohnen und studieren werden. Andernfalls kann es sein, dass Sie mehrere Monate in Deutschland nicht arbeiten dürfen.

Vorlesungen und Übungen

Formal sind Studierende vom Morgen bis zum Abend mit Vorlesungen und anderen Veranstaltungen beschäftigt, und auch Selbststudium ist notwendig. Allerdings sind viele internationale Studierende von der Realität überrascht.

 

Im Allgemeinen haben Studierende an Universitäten keine Pflicht, an Vorlesungen oder Übungen teilzunehmen. Einige nehmen dennoch daran teil. Theoretisch ist es möglich, die Abschlussprüfung abzulegen, ohne daran teilgenommen zu haben. Es gibt nur wenige Ausnahmen, etwa bei kleinen Seminaren, bei denen eine Teilnahme verpflichtend ist.

 

Man muss jedoch beachten, dass man die Prüfung in jedem Kurs nur dreimal ablegen darf. Wenn man eine Prüfung in einem Pflichtmodul nicht besteht, muss man nicht nur das Studienfach an der Universität aufgeben, sondern darf dieses Fach auch in ganz Deutschland nicht weiter studieren. Infolgedessen muss man entweder die Universität verlassen oder das Studienfach wechseln. Besonders internationale Studierende müssen jedes Semester mindestens 20 ECTS-Punkte erwerben und können innerhalb von drei Semestern das Studienfach wechseln, um ihr Studentenvisum zu behalten.

 

Deshalb lernen viele Studierende vor den Prüfungen sehr intensiv, insbesondere mit Übungen und Altklausuren, die für die Abschlussprüfungen besonders wichtig sind. Es wird empfohlen, von Anfang an fleißig zu lernen, auch wenn man nicht regelmäßig an Vorlesungen oder Übungen teilnimmt.

 

Heutzutage ist Künstliche Intelligenz (KI) sehr nützlich für Übersetzungen in verschiedene Sprachen und zur Beantwortung von Fragen. Viele Studierende nutzen KI, wie zum Beispiel ChatGPT, beim Selbststudium, achten jedoch auch auf mögliche Fehler der KI.